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Der Bau der Steirischen Harmonika

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Seit die steirische Harmonika in Wien erfunden wurde hat sich einiges auf dem Markt getan. Es hat sie nicht nur das Aussehen verändert, sondern auch die Mechanik im Instrument selbst wurde verbessert. Der markante Helikonbass hingegen hat sich kaum verändert. Er ist der Hauptbestandteil des unverwechselbaren Sounds einer steirischen Harmonika.

Der Harmonikabau an sich ist immer noch eine Tradition, die seit jeher von Generation zu Generation weitergegeben wird. Viele Marken, die es inzwischen zu kaufen gibt, stellen immer noch steirische Harmonikas in Handarbeit in kleinen Betrieben her. Die bekanntesten sind: Öllerer, Jamnik, Strasser, Alpen  und viele mehr.

Der Sound bzw. der Klang jeder steirischen Harmonika wird dabei hauptsächlich von den Stimmzungen beeinflusst. Jeder Hersteller verwendet, je nach Preislage unterschiedliche Stimmzungen von den unterschiedlichsten Herstellern. Dabei ist es wichtig, die steirische Harmonika bei der Produktion richtig zu stimmen und so jeder Harmonika ihren einzigartigen Klang zu verleihen.Es gibt drei Stimmzungen Hersteller die den Markt dabei beherrschen. Antonelli u. Salpa (Voci Armoniche S.r.l.), Cagnoni s.p.a und Harmonikas s.r.o. Je nach Härtegrad der Stimmzungen werden diese in Güteklassen aufgeteilt. Insgesamt gibt es acht gültige Güteklassen, die in römischen Ziffern von 1-8 aufgeteilt werden. Nicht nur die Härtegrade sondern auch die Fertigungstoleranzen sind für die Qualität der Stimmzungen Antwort.

Doch sind die herstellerspezifischen Bezeichnungen oftmals verwirrend. Es gibt in diesem Bereich keine Normen wie die jeweiligen Härtegrade bzw. für die Klassen zu bezeichnen sind. So verwenden die zwei großen Hersteller Antonelli und Cagnoni  für die Güteklasse zwei zum Beispiel den Begriff A Mano und Harmonikas s.r.o. verwendet Begriff Typo a Mano. Die besten Stimmplatten werden von der Firma Harmonikas hergestellt. Hier gibt es zum Beispiel nur die Klassen 1-4.

Wie die Stimmplatten im Stimmstock verbaut werden ist bei beinahe allen Herstellern gleich. Die Anzahl der eingebauten Stimmplatten bestimmen dabei die Außenabmessungen des Diskantteils. Manche Hersteller wie zum Beispiel Mueller versucht die Stimmplatten etwas schräg einzubauen um mehr Platz zu gewinnen.

Die Diskantmechanik hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Früher wurden noch auf der Diskantseite offene Holzhebel verbaut. Doch von dieser Technik hat man Abstand genommen und die offenen Holzhebel wurden durch farbige Polyamid Kunststoffe ersetzt in die meist Aluminiumsteile eingegossen sind. Diese Teile bestanden früher oft aus runden Stahldrähten. Diese langen heben neigten jedoch beim Spielen zu Vibrationen

Auch die Diskantseite wird mittlerweile durch eine professionelle CNC Fräsmaschine gefertigt. Das Holz das früher noch durch manuelle Handarbeit mit einem Hobel bearbeitet wurde, wird jetzt mit einer hochmodernen Fräsmaschine vollautomatisch bearbeitet.